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Presseberichterstattung zur Verabschiedung in den Ruhestand des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall, die am 14.10.2009 stattfand.

Die Beiträge sind mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen Zeitungen eingestellt worden. Dafür danke ich ganz herzlich!


Mit freundlicher Genehmigung durch den Chefredakteur aus dem Haller Tagblatt vom 15.10.2009 entnommen.

Ein Schaffer geht

Haller Agentur für Arbeit: Zeller verabschiedet, Rebstock folgt

Elmar Zeller stehen die Tränen in den Augen. Er ist gerührt. Vor allem in den Momenten, als er für seine Arbeit als Chef der Haller Agentur für Arbeit gelobt wird. Dafür brauchen zwölf Redner fast drei Stunden.

JOCHEN KORTE

Schwäbisch Hall Langweilig ist die Abschiedszeremonie zu keiner Minute. Das ist auch ein Verdienst der "Achtlosen", die mit ihrem Gesang und den spitzen Kabarett-Einlagen die vielen Gäste vortrefflich unterhalten. Doch es sind auch die Redner, die die Arbeit von Elmar Zeller, der 31 Jahre lang erst im Arbeitsamt und später der Agentur für Arbeit gewirkt hat, würdigen.
 
Ihre Grußworte sind allesamt persönlich gehalten. Sie beschreiben Zeller als einen umtriebigen Schaffer, als bodenständig, zuverlässig, als jemanden, der seine eigenen Ideen und Vorstellungen mitunter auch gegen den Widerstand seiner eigenen Behördenchefs durchgesetzt hat. Doch das hat Zeller nur gemacht, weil er ein Ziel fest vor Augen hatte: Die Agentur für Arbeit soll Arbeistlosen Jobs verschaffen, Jugendlichen Ausbildungsplätze vermitteln und den Firmen und Betrieben die benötigten Arbeitnehmer vermitteln. Dabei war Zeller, der mit Auflauf des Monats November im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand tritt, überaus erfolgreich. Die Arbeitslosenquote ist nach Ravensburg die zweitbeste im Land, nur fünf Bewerber bleiben im Ausbildungsjahr 2008/2009 unversorgt.
 
"Sie sind ein guter Arbeitsmarktdienstleister, höchst innovationsfreudig und kompetent", lobt Eva Strobel. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg stellt auch das unternehmerische Geschick Zellers in den fast vier Jahren als Agenturleiter heraus.
 
Landrat Gerhard Bauer hat für Elmar Zeller eine Überraschung mitgebracht: Er verleiht ihm die Verdienstmedaille des Kreises in Silber. "Die Zusammenarbeit in der Arge Sozial läuft hervorragend", so Bauer. Deutlich ist herauszuhören, dass er diese Kooperation gerne fortsetzen würde. Doch sähen die Vorgaben aus Nürnberg und Berlin anders aus.
 
Einen persönlichen Freund nennt Gerhard Pfander, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Heilbronn-Franken, den Scheidenden. "Schaffig" sei Zeller und "so bodenständig wie das Handwerk".
 
Der Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim erwähnt die Fachkräfteinitiative, die Firmen, Landkreis und Agentur gemeinsam auf die Beine gestellt hätten. Das Klischee eines Behördenleiters treffe auf Zeller nicht zu. Pelgrim macht zu Zeller eine Seelenverwandtschaft aus bei dem Bemühen, den Akteuren vor Ort mehr Handlungsspielräume zu ermöglichen. Zeller habe mit der Hilfekette für benachteiligte Jugendliche Nachhaltiges geschaffen.
 
Mit Selbstironie gratuliert der ehemalige Wirtschaftsminister Dr. Walter Döring. "Du hättest mehr verdient als einen Ex." Er selbst habe Zeller viel zu verdanken. Elmar Zeller sei ihm ein guter persönlicher Freund gewesen, vor allem als ihm bei seinem Rücktritt vom Ministerposten selbst ein eisiger Wind ins Gesicht geweht habe.
 
Elmar Zeller habe nie eine moralisierende Haltung jungen Menschen gegenüber eingenommen und ihnen Irrungen und Wirrungen zugestanden, führt Roland Bergman, Berufsberater für Abiturienten, aus.
 
So durchsetzungsstark Elmar Zeller im Beruf auch war: Seine Dackeldame "Benny" hat das Regiment, meint Matthias Meisner, Staffelleiter Diensthundeführer bei der Haller Polizei. Er demonstriert mit "Funny", was man einem Hund so alles beibringen kann.
 
Elmar Zeller bedankt sich bei seinen Mitarbeitern und allen, die an der Feier mitgewirkt haben. Seinen Nachfolger Guido Rebstock, der seit Sommer in der Haller Agentur ist, nennt er einen "Glücksfall". Er sei ein "hervorragender Netzwerker". "Ich übergebe Ihnen ganz vertrauensvoll diese Aufgabe", sagt Zeller.
 
Rebstock verspricht, Bewährtes fortzusetzen, Neues zu entwickeln, Pragmatismus einzubringen und einen vertrauensvollen Umgang mit den Partnern zu pflegen. Er freue sich auf die Verantwortung.

Aus der Heilbronner Stimme vom 15.10.2009 entnommen

Launiger Abschied mit vielen Gästen

Von Heiko Fritze Heilbronner Stimme 15.10.2009
(...mit freundlicher Genehmigung des Redakteuers hier abgebildet)

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Gut gelaunter Übergang:

Elmar Zeller (links), seit 2006 Leiter der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall,
mit seinem Nachfolger Guido Rebstock.

Foto: Heiko Fritze

 

Schwäbisch Hall - Es war vielleicht lang, aber nicht langweilig. Alleine acht Grußworte, einen Überraschungsgast, die Kabarettgruppe "Die Achtlosen" mit drei Auftritten, eine Showeinlage mit Hund sowie Dankesreden vom bisherigen und vom künftigen Leiter umfasste das Programm bei der offiziellen Verabschiedung von Elmar Zeller. Deutlich wurde dabei zweierlei: Der scheidende Vorstand der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall hat Sinn für Humor - und besaß bei seiner Arbeit eine starke Durchsetzungskraft.

Zahlreiche Weggefährten des 64-Jährigen waren zur Feier in der Haller Behörde gekommen. Nicht nur aus Kreisen der Agentur selbst: Unternehmer und Gewerkschafter, Politiker und Freunde nahmen die Plätze ein. Darunter zum Beispiel der ehemalige Wirtschaftsminister Walter Döring, den Zeller einst als Kreisvorsitzender der FDP ablöste. "Als alle Welt über mich herfiel, hast du noch zu mir gestanden", bedankte sich der Ex-Minister.

Die offizielle Abschiedsurkunde überreichte Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-Württemberg. Sie bescheinigte Zeller, die Haller Behörde, die auch für den Hohenlohekreis zuständig ist, sehr erfolgreich geleitet zu haben und immer für Innovationen aufgeschlossen gewesen zu sein. Sein Nachfolger Guido Rebstock, zuvor operativer Geschäftsführer bei der Arbeitsagentur Heilbronn, übernehme eine regional hervorragend vernetzte Agentur.

Einig waren sich alle acht Festredner, dass Zeller mit der Gründung der "Hilfekette Schwäbisch Hall" Herausragendes geleistet habe: Sein Ziel, nach der Wende vor 20 Jahren trotz des Zustroms von 52 000 Aus- und Übersiedlern in den Agenturbezirk alle Jugendlichen mit einer Lehrstelle oder einer Weiterbildung zu versorgen, habe er schließlich gemeinsam mit den Landkreisen und den Unternehmen der Region erreicht.

Festredner

Neben Eva Strobel sprachen IG Metall-Bezirkschefin Heidi Scharf als Vorsitzende des Verwaltungsausschusses, der Haller Landrat Gerhard Bauer, der Haller Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim, Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Gerhard Pfander, Kolping-Bildungswerk-Vorstand Carsten Breyde, Walter Döring und für die Belegschaft der Behörde Roland Bergmann. Für Guido Rebstock hatte Zeller eigens der einstigen Leiter seiner Heimatbehörde Freiburg, Hans Grewe, kommen lassen.

Als Showeinlage sorgten nicht nur vier Kabarettisten der Truppe "Die Achtlosen" zwischendurch für Stimmung, sondern auch Matthias Meißner mit Hündin Fanny: Sie zeigten, was auch Elmar Zeller mit Dackelhündin Benny im Verein "Hunde machen Spaß" trainiert. "Ich werde künftig häufiger kommen", versprach der künftige Ruheständler schon einmal.

mailto: http://www.stimme.de/hohenlohe/nachrichten/sonstige;art1919,1668835


Ein klarer Schnitt zum Abschied

Von Heiko Fritze

Vier Jahre lang hat Elmar Zeller die Arbeitsagentur Schwäbisch Hall geleitet. Nächste Woche wird er feierlich verabschiedet.Foto: Heiko Fritze

Schwäbisch Hall - Er weiß, was er will. Er setzt sich für seine Ziele ein. Er hat Phantasie und geht gerne eigene, ungewöhnliche Wege. Mit diesen Eigenschaften hat Elmar Zeller stets sein Berufsleben bestritten. Wenn er am kommenden Mittwoch feierlich als Leiter der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall in den Ruhestand verabschiedet wird, hat er sich daher bereits eines fest vorgenommen: Auch als Privatmann wird er nicht untätig bleiben. Aber einen klaren Schnitt ziehen.

Vom ersten Tag an hat sich der 64-Jährige, der am 25. November Geburtstag feiert, hochgearbeitet. Geboren in Walchensee in Bayern, aber mit Hohenloher Eltern - seine Großeltern gründeten die spätere Firma Helios in Niedernhall -, sagt er heute noch: "Meine Wurzeln liegen tief im Hohenlohekreis." Hier, auf dem Bühlhof bei Ingelfingen, begann er als 14-Jähriger eine landwirtschaftliche Ausbildung, ehe er in den Betrieb seines Stiefvaters nach Heilbronn wechselte. Zum damaligen Arbeitsamt brachte ihn sein Schwiegervater, der den Kontakt mit einem Berufsberater herstellte. Seit 1972 ist er in der Behörde, die heute Agentur für Arbeit heißt, tätig.

Integration

Zunächst, bis 1982, in Heilbronn. Es folgten zehn Jahre in Reutlingen, bis Zeller 1992 nach Schwäbisch Hall kam. Dort begann er als Abschnittsleiter in der Berufsberatung. Seine erste Aufgabe: Die hohe Zahl jugendlicher Aus- und Übersiedler unterbringen. Über Berufsvorbereitungsjahr und Qualifizierungen schaffte er dies, zusammen mit Schulen, den beiden Landratsämtern und den Unternehmen in der Region. Auf diese Leistung ist er heute noch stolz: "Wir hatten trotz dieser Zuwanderung keine unversorgten Jugendlichen. Das war ein Kraftakt der Integration, der ist fast mit keinem anderen Landkreis in Baden-Württemberg vergleichbar." Letzte Karrierestufe war schließlich die Ernennung zum Vorsitzenden der Geschäftsführung, sprich Leiter der Agentur Schwäbisch Hall.

"Der Arbeitsmarkt vor Ort war mir wichtiger als zentralistische Vorgaben", sagt Zeller heute. "Meine kommunale Orientierung steht im Mittelpunkt." Denn er ist auch ein politischer Mensch: Während seiner Heilbronner Zeit saß er in seinem Wohnort Offenau für die FWG im Gemeinderat, in Schwäbisch Hall trat er in die FDP ein und war von 1998 bis 2005 Kreisvorsitzender. "Heute mache ich da aber nicht mehr viel", räumt er ein.

Hobbys

Statt dessen stehen in den nächsten Jahren Hobbys und Familie im Mittelpunkt: Tochter Simone erwartet ihr erstes Kind, außerdem will sich der angehende Ruheständler stärker mit Webdesign und Fotografie befassen. Und mit seinem Dackel Benny viel unterwegs sein. Nur eines wird es in den nächsten zwölf Monaten nicht geben: "Ich werde kein Ehrenamt annehmen", kündigt Zeller an. "Und später auch nichts machen, was mit mit meiner ehemaligen Funktion zu tun hat." Denn schließlich zieht er ja einen klaren Schnitt.








Die Akteure, die das Programm gestalteten:


achtlosen"Die Achtlosen"

2Vorsitzende der Regionaldirektion Stuttgart, Eva Strobel verabschiedet
Elmar Zeller

1Elmar Zeller, Eva Strobel,
Guido Rebstock
fischerPressesprecherin Petra Fischer
scharfHeidi Scharf, erste Bevollmächtigte der IG-Metall
achtlosen"Die Achtlosen"
bauerLandrat Gerhard Bauer, Landkreis Schwäbisch Hall
pfanderHauptgeschäftsführer Gerhard Pfander, HWK-Heilbronn-Franken
pelgrimOberbürgermeister
Hermann-Josef Pelgrim, Schwäbisch Hall
achtlosen"Die Achtlosen"
BreydeDr. Carsten Breyde, Vorstand des Kolping Bildungswerk e. V.
döringDr. Walter Döring, Wirtschaftsminister a. D.
BergmannRoland Bergmann, Berufsberater für akademische Berufe
meißner"Zwischenspiel ohne Musik"
Matthias Meißner, Polizeidirektion Schwäbisch Hall
ze-rebDer "Alte" Elmar Zeller und der "Neue"Guido Rebstock

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Gut gelaunter Übergang: Elmar Zeller (links), seit 2005 Leiter der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall, mit seinem Nachfolger Guido Rebstock

Foto: Heiko Fritze, Heilbronner Stimme - mit dessen freundlicher Genehmigung hier abgebildet.